Kinder und Medien

Heute, wenn ich mich umsehe, kommt es mir vor, als ob  wir einen Wettlauf veranstalten  wer immer  wieder neuere, buntere, wirbelnde und aufregende  Methoden entwickeln kann, über wie man die Kinder zum Schach bringen kann oder sie beim Schach zu halten. Auch gilt es, so scheint mir, die Kinder eine oder zwei Stunden, mit Schach, zu beschäftigen ohne sie zu langweilen. Diesbezüglich sind die neuen Medien sehr erfindungsreich aber…

Zitat aus:

 Kinder ohne Medien? ,von Dr. Med. Bert Te Wildt, in Psychologie Heute, Jahrgang 29 Heft 11

Medienpädagogik müsste heute auch heißen: zu wissen, wann sich Medieneinsatz regelrecht verbietet.

Zu früher Mediengebrauch lässt bestimmte Entwicklungen verkümmern. Was schnell, bunt und spannend ist, macht abhängig – und dümmer.

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Das Spiel

Wenn wir  vom Schachspiel ein Transfer von positiven Eigenschaften auf die Kinder voraussetzen, sollten wir das Grundlegende nicht aus den Augen verlieren:

Das Spiel (Nach P.P. Kaspar)

Das Spiel wird allzu gern als etwas Unernstes oder gar Kindisches abgetan. Das ist schade. Denn im Spielenden wächst eine Grundbegabung jedes erwachsenen Menschen heran. Der spielende Mensch verwirklicht seine schöpferischen Kräfte ohne Zweck und Nutzen – nur um ihrer selbst willen. Weil es ihm eben Freude macht. Und das genügt.

Ein Spiel, das auf Nutzen oder Gewinn bedacht ist, wie viele sportliche Wettkämpfe, hat die Freiheit des zweckfreien Spielens bereits „verspielt“. Leider sind viele „Spiele der Erwachsenen“ solche Spiele. Ein Beispiel dafür ist das Glücksspiel.

Ein Mensch der nicht spielen kann ist kein „ganzer“ Mensch