Stunde 10 bis 15

pezziEine kurze Wiederholung zur letzten Stunde und dann geht’s weiter mit dem Läufer.

Entgegen meinen anfänglichen Vorhaben mein Programm durchzuziehen, habe ich mich entschlossen das Tempo zu beschleunigen. Ich verzichte auf das Demobrett und auf die Schachbretter, gebe nur verbale Anweisungen die nicht länger als 5 Minuten dauern. Ich erkläre wie der Läufer zieht, wiederhole es einmal und dann gehen wir zum Spielen über. Im Gegensatz zum Springer und Bauer, welche sich besser eignen um mehrere Methoden anzuwenden, sind die restlichen Figuren hierfür zu einfach. Die Kinder langweilen sich und verlieren die Aufmerksamkeit. In der nächsten Stunde erkläre ich die Dame, gezogen wird sie entweder wie der Turm oder der Läufer. Ich wiederhole es einmal und dann spielen die Kinder den Rest der Stunde. Einige können es nicht erwarten mit allen Steinen zu spielen, so erkläre ich noch kurz den König, welcher in alle Richtungen ziehen kann, aber immer nur ein Feld. Wer will kann auch noch mit dem König spielen aber nun verändern sich die Gewinnregeln. Nicht mehr ein Bauer auf die andere Seite zu bringen sichert den Gewinn, sondern es gewinnt derjenige, welcher den König schlägt. Einige Einwände gegen ein Schlagen des Königs müssen noch entkräftet werden. Wir wissen alle, dass man den König nicht schlagen kann, sondern er Mattgesetzt werden muss. Solange bis wir nicht das Matt setzen gelernt haben, können wir ihn noch schlagen. Bevor wir mit dem Mattsetzen beginnen werden noch vier bis fünf Stunden Spiel nötig werden. In einzelnen Situationen, nur auf Nachfrage der Kinder, kann man das Eine oder Andere schon mal zeigen. Die Eigenarten des Königs, das Schachgebot und verbotene Felder setzen eine gute Beherrschung der Zugmöglichkeiten der Figuren voraus. Andernfalls ist die nötige Grundlage zum Lernen noch zu gering um ein gutes Verständnis zu ermöglichen. In der nächsten Stunde wiederholen wir alle Figuren (5 bis 10 Minuten) und dann weise ich noch kurz darauf hin, dass der König kein unsicheres Feld betreten sollte, da er ansonsten geschlagen werden würde. Weiters sollte man gut auf ihn aufpassen sonst ist das Spiel schnell zu Ende. Für den Moment reicht ein „Sollte“ nicht unsichere Felder betreten aus und in einigen Stunden wird dann aus dem „Sollte“ ein „Muss“.  Ich lasse sie frei entscheiden ob sie mit Matt spielen wollen oder den König schlagen wollen. Ich plane ab der 15. Stunden mit dem Matt ernsthaft zu beginnen. Noch gebe ich nur Einzelnen die danach fragen, Hinweise über wann und wie man Matt ist. Einige wollen richtig Schach spielen und versuchen auch mit Schach Matt zu spielen, aber es sind noch nicht viele. Bis zur 15. Stunde werden es vermutlich mehr sein und die Hälfte der Arbeit ist schon erledigt. Diese Kinder werden auch andere animieren es richtig zu machen.

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