Ausgangslage

Motivation

Wenn ich zum ersten Mal in die Klasse komme freuen sich die Kinder auf das Schachspiel, sind neugierig und motiviert. Schon durch die Anstrengung die das Spiel abverlangt vermindert sich im Laufe der Stunden, nach und nach, bei vielen Kindern diese Ausgangslage. Was dann bleibt ist etwas Neugierde und die Bereitschaft abzuwarten, ob das was ich ihnen sage auch das ist wie ich handeln würde und einen Reiz gegenüber dem Schachspiel. Meiner Erfahrung nach ist es gerade dieser Reiz, welcher bei überreizten Kindern, ein Gegenpol zur Überreizung ist und diesen Kindern etwas Ruhe vermittelt.

Ich erkläre in der ersten Stunde, dass der Anfang schwer und eventuell auch etwas langweilig sein kann, aber je länger wir spielen desto interessanter wird es. Meine Einstellung ist nicht die Unterhaltung mit Schach anzubieten, sondern Freude am Erforschen und Erreichen der eigenen Ziele, jedes Kindes, durch das Schachspiel.  Nicht „Kind gerechte“, „vorgekaute Suppe“ soll angeboten werden sondern das Schach wie es ist, mit all seinen Schwierigkeiten und Komplikationen. Kinder sind sehr wohl in der Lage mit Schwierigkeiten umzugehen und genau diesen Umstand will ich erhalten. Meine Devise ist, den konstruktiven Umgang mit Schwierigkeiten beizubehalten und zu. Offensichtlich kann ich keine standardisierten Leistungen der Kinder erwarten, sondern muss unbedingt, so weit wie möglich, die Eigenschaften und Bereitschaften jedes Kindes berücksichtigen. Dies macht eine gerechte Bewertung der Spielstärke oder Kompetenz sehr schwierig und deshalb bewerte ich die Kinder nicht.

Ich nütze die anfänglich hohe Motivation und das Interesse um zuerst etwas an Schachsprache zu übermitteln wie z.B. Feldnamen, Reihen und Linien usw. Danach beginne ich mit den „schwierigeren“ Steinen wie Springer und Bauer um dann mit den leichteren fortzufahren, nachdem die Motivation gesunken ist. Ich glaube, dass ich auf diese Weise ein gewisses Interesse und aktive Mitarbeit bei der größtmöglichen Anzahl der Kinder erhalte. Jetzt kann ich nur noch abwarten bis das Schachspiel den Rest erledigt.

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